Kompaktkurbel - Kraft sparen
Wer die Wahl hat, hat die Qual! Dieser alte Spruch trifft auch auf
Rennradkurbeln zu. Derzeit sind drei Arten auf dem Markt: Die Standard-, die
Dreifach- und die Kompaktkurbeln. Für alle die immer schon Probleme mit längeren
und steilen Anstiegen hatten, sei es wegen dem Trainingszustand oder dem
Körpergewicht ,ist die Kompaktkurbel ein sinnvolles Mittel. Die Frage, warum die
Kompaktkurbel mit nur zwei Kettenblättern eine derart effiziente Steighilfe für
Rennräder ist, kann mit dem besonderen Übersetzungsverhältnis beantwortet
werden.
Bei der Kompaktkurbel sind zwei Kettenblätter mit 50 und 34 Zähnen montiert.
Für sehr lange und steile Bergetappen ist es am besten, ein großes Kettenblatt
mit nur 48 Zähnen zu montieren. Im Vergleich dazu hat weist die Standardkurbel
Kettenblätter mit 53 und 39 Zähnen auf. Je nach Hersteller kann die
Kompaktkurbel mit einem 27er, 28er oder sogar 29er Ritzel kombiniert werden.
Durch den geringeren Durchmesser des Lochkreises, er beträgt bei einer
Kompaktkurbel 110 Millimeter, wird das Treten am Berg ebenfalls erleichtert. Im
Vergleich dazu ist der Lochkreisdurchmesser bei Standardkurbeln bei 130 oder 135
Millimetern. Ein weiterer Vorteil der Kompaktkurbel ist ihr geringeres Gewicht,
gegenüber vergleichbaren Dreifachkurbeln.
Nachteilig bei den Kompaktkurbeln ist ihr Einsatz in der Ebene. Hier ist die
Trittfrequenz aufgrund der Übersetzung und des geringen Lochkreisdurchmessers
größer, als bei einer Standardkurbelgarnitur. Hohe Geschwindigkeiten lassen sich
mit einer Kompaktkurbel im flachen Gelände und bei Bergabfahrten nicht erzielen.
Der Einsatz dieser Kurbeln in einem Wettkampf mit ebenem Geländeprofil ist
weniger optimal. Ein weiterer Nachteil sind die großen Übersetzungssprünge.
Der Einsatz von Kompaktkurbeln muss gut überlegt sein. Für ambitionierte
Hobbyfahrer ist eine Kompaktkurbel ideal um die Schwäche am Berg technisch
auszugleichen.
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