Das Kettenblatt am Fahrrad

Das Kettenblatt beschreibt nicht die Ritzel oder den Zahnkranz welche sich auf der Nabe des Hinterrades befinden, sondern die großen Zahnräder an der Kurbel. Je nach Fahrradtyp und Wertigkeit, sind die Kettenblätter einzeln auf die Kurbel geschraubt und damit auch einzeln zu tauschen. Ein Rennrad besitzt in der Regel zwei Kettenblätter. Ein kleines Kettenblatt für Bergfahrten und ein großes Kettenblatt meist mit 51 oder 53 Zähnen für schnelle Tretpassagen.

Mehr Zähne – größere Wegstrecke

Die Anzahl der Zähne entscheidet über die Übersetzung des Fahrrades. Beim Rennrad hat man meist einen relativ großen Übersetzungsunterschied zwischen dem großen und kleinen Kettenblatt. Einige Hobbyfahrer wählen daher eine humanere Übersetzung mit drei Kettenblättern. Somit besitzen sie im Prinzip ein schnelles Rennrad, was auch für lange Steigungen einen ungeübten Fahrer nicht gleich kapitulieren lässt. Bei Mountainbikes sieht es etwas anders aus, sie besitzen grundsätzlich drei Kettenblätter. Diese haben einen Unterschied von rund zehn Zähnen. Damit fällt der Übersetzungsunterschied nicht ganz so gravierend aus.

Die Räder sind für Waldfahrten konzipiert, dort benötigt man in der Regel eine kleinere Übersetzung um sicher über Stock und Stein zu kommen. Demnach kommt man mit einem Mountainbike relativ leicht den Berg hoch, jedoch bei Bergabfahrten auf der Straße kommt man schnell an die Übersetzungsgrenze. Bei rund 60 Kilometer pro Stunde wird es nahezu unmöglich, mit seinen Beinen noch für Vortrieb zu sorgen. Der Wechsel der Kettenblätter erfolgt über einen Umwerfer, der vom Lenker aus angesteuert wird. Einige Puristen oder Radler mit einem alten Fahrrad, besitzen nur ein Kettenblatt. Damit ist die Übersetzung entweder nicht zu verändern oder nur über das hintere Ritzelpaket bzw. eine Nabenschaltung zu wechseln.

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