Fahrradcomputer GPS Höhenmessung und mehr

Wochenendausflug oder gezielte Trainingseinheit?

Fahrradcomputer sind nicht nur im Profiradsport unverzichtbare Hilfsmittel, sondern werden auch von Hobbyradfahrern gerne benutzt, weil sie nützliche Daten übermitteln. Neben den normalen Radcomputern mit Kabelverbindung findet man mittlerweile jedoch vermehrt kabellose Fahrradcomputer. Die Installation ist denkbar einfach.

Die Installation am Rad

Der Sender wird in der Regel an der Gabel des Vorderrades fix montiert. Zusätzlich wird ein kleiner Magnet in den Speichen befestigt und läuft während der Radumdrehung dicht am Sender vorbei, der die Geschwindigkeitsdaten daraus ermittelt und an den Fahrradcomputer am Lenker sendet. Der Magnet sollte möglichst dicht am Sender vorbeilaufen. Damit richtige Entfernungs- und Geschwindigkeitsdaten ermittelt werden können, ist es wichtig, in den Computer den Umfang des Reifens einzuspeichern. Wo der Magnet in relativer Höhe zum Sender an den Speichen befestigt wird, ob weiter außen oder innen, spielt dabei keine Rolle, da sich das Rad an jeder Position gleich schnell dreht. Bei manchen Fahrradtypen, wie Falträdern, kann es wegen der größeren Entfernung von Lenker zur Gabel zu Übertragungsproblemen kommen. Man sollte daher vor Kauf die Reichweite des Senders prüfen.

Funktionsumfang bei Fahrradcomputern

Die einfachsten Computer, die für den Hobbyradfahrer in der Regel reichen, zeigen Grundfunktionen wie Zeit, Geschwindigkeit und zurückgelegte Entfernung. Je nach Funktionsumfang lassen sich hieraus noch weitere Angaben über die Durchschnittsgeschwindigkeit pro Stunde und pro Tour ermitteln. Es gibt Angaben über kumulierte Gesamtkilometer, Trainingszeit und integrierte Stoppuhren. Diese Computer zeigen daher alle wissenswerten Grunddaten. Für ambitionierte Radfahrer oder Profisportler kann der Funktionsumfang noch maßgeblich gesteigert werden. Aus den Fahrradcomputern können Angaben zur Trittfrequenz gezogen werden und einige Computer sind in der Lage, die den Puls (Herzfrequenz) anzuzeigen. Hierzu ist jedoch ein Brustgurt nötig, der die Herzfrequenz misst und ebenfalls an den Computer sendet.

Aus den Daten lässt sich ebenso der durchschnittliche Kalorienverbrauch ermitteln und bietet so ideale Ergebnisse für Leute, die das Rad für ausgiebige, gezielte Trainingseinheiten nutzen. Einige Geräte verfügen auch über Schnittstellen und die Daten können über einen PC ausgelesen werden.

Wer oft in den Bergen trainiert, findet Geräte mit integrierten Höhenmessern, die während der Fahrt ein Höhenprofil erstellen können. Ebenso hat das GPS Einzug gehalten und über eine integrierte Karte kann eine Strecke geplant und angezeigt werden.

Die Zeiten des einfachen Fahrradtachos, der nur Kilometer und Geschwindigkeit anzeigt, sind also lange vorbei. Das Fahrrad ist nicht mehr nur für den kurzen Ausflug am Wochenende geeignet, sondern ein multifunktionales Trainingsgerät für Sportler unterschiedlicher Disziplinen geworden, die durch den Einsatz von leistungsfähigen Fahrradcomputern ihre Einheiten optimal überwachen können.

Reifenumfang richtig eingeben

Ein wichtiger Wert, damit der Fahrradcomputer genaue Werte liefern kann ist die Eingabe des Reifenumfangs. Um diesen zu ermitteln muss dieser genau, meist in mm eingeben werden. Es gibt Richtwerte z.B. für einen Rennrad Reifen ( 23-622/ 700x23C ) ist dieser 2120 mm.

Für eine individuelle Einstellung machen Sie eine Markierung auf dem Vorderreifen. Zusätzlich machen Sie dies auf einem ebenen Stück Boden (Asphalt). Den richtigen Reifendruck überprüfen und aufsitzen. Nun genau eine Reifenumdrehung fahren, markieren, und die gefahrene Strecke genau abmessen und in den Fahrradcomputer eingeben meist in mm.