Der Kettenwechsel beim Fahrrad

Das Fahrradfahren ist ein ebenso angenehmer wie gesunder Zeitvertreib. Er hält die Muskeln geschmeidig und den Körper vital. Überschüssige Energie und Fettpölsterchen werden abgebaut, Ausdauer und Kraft in den Beinen trainiert. Doch dafür ist es immer auch notwendig, ein funktionstüchtiges Rad zu besitzen, das möglichst reibungslos rollt. Jeder Widerstand kann nämlich auf einen Fehler beim Material hinweisen, den es zu beheben gilt. Daneben ist in bestimmten Abständen die Bremse einzustellen, die Gangschaltung zu überprüfen sowie die Kette zu reinigen oder sogar gänzlich zu wechseln. Das erfordert aber eine geübte Hand sowie das passende Werkzeug, um den Aufwand binnen weniger Minuten zu bewältigen.

Was wird benötigt?

Grundsätzlich erfordert das Wechseln der Fahrradkette nur wenig Zubehör. Dieses sollte vorrangig in einem guten Kettenwerkzeug liegen. Mit ihm lassen sich die einzelnen Nieten lösen und die meist sperrige Kette erst aus den Rädchen des Schaltgetriebes entfernen. Für die weiteren Arbeiten werden Kettenöl und die für das Rad geeignete Kette benötigt. Um bei der Tätigkeit nicht allzu viel Dreck an die Hände zu bekommen, können Einweghandschuhe aus hautengem Kautschuk vorteilhaft sein. Je nach Voraussetzungen empfiehlt es sich zudem, das Bike in einem Fahrradhalter zu fixieren, der entweder am Boden steht oder in der Wand verankert ist.

Die alte Kette entfernen

Ehe die neue Kette aufgezogen werden kann, muss zunächst die alte gelöst werden. Dafür wird das Rad entweder auf den Kopf gedreht oder in den Fahrradhalter gehangen. Die Gangschaltung ist so einzustellen, dass die Kette vorne auf dem größten der vorhandenen Kettenblätter liegt und am Hinterrad auf dem kleinsten Ritzel zum Liegen kommt. Mit dem Kettenwerkzeug wird nun eine der vielen Nieten geöffnet: Einfach die Kette zwischen das Werkzeug spannen und dessen Hebel drehen. Ein kleiner Widerstand wird den Stift der Niete heraustreiben und damit die gesamte Kette durchbrechen. Sie kann nun einfach aus den Zahnkränzen gehoben werden.

Die neue Kette zuschneiden

Wichtig ist es nun, die neue Kette auf die gewünschte Länge zu bringen. Denn meist handelt es sich hierbei um Standardgrößen, die zwar oft passen, aber zuweilen auch ein wenig zu lang daherkommen. Die alte und die neue Kette werden dafür nebeneinander auf einen sauberen Untergrund gelegt. Meist ist dabei sehr schnell ersichtlich, wie viel der zu langen Kette gekürzt werden muss. Auch das geschieht wieder mit dem Kettenwerkzeug: Mittig an der gewünschten Stelle ansetzen, den Hebel drehen und damit den in der Niete befindlichen Stift herausschieben. Auch an dieser Stelle entstehen nun zwei Teile.

Die Kette aufziehen

Die in der passenden Länge zugeschnittene Kette wird nun auf das Rad gebracht. Wiederum ist vorne der große Zahnkranz sowie hinten das kleine Ritzel der Ausgangspunkt. Die Kette muss durch die kleinen Rädchen des Schaltwerkes gezogen werden und sollte dann auf beiden Punkten zum Liegen kommen. Die zwei Enden der Kette können nun mit den Händen zusammengeführt werden. Sie lassen sich verbinden, indem das Kettenwerkzeug erneut mittig angesetzt wird und nun den Stift in den Niet hineinführt. Ist das geschafft, sollte sich die Kette straff auf den Rädchen befinden. Sie kann nun einmal vorsichtig geölt werden. Damit ist das Rad wieder fahrtüchtig.

Noch dazu:

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