Einen Radurlaub planen

Für sportlich aktive Menschen stellt ein Radurlaub eine der angenehmsten Möglichkeiten der Freizeitgestaltung dar. Wenn Sie einige Tage oder gar Wochen auf dem Fahrrad genießen möchten, sollten Sie die Tour jedoch im Vorfeld sorgfältig planen, um unerwartete organisatorische Schwierigkeiten zu vermeiden.

So finden Sie das ideale Reiseziel

Ob Sie Ihren Radurlaub heimatnah verbringen möchten oder eine Auslandsreise planen: In jedem Fall sollten Sie die in der Urlaubsregion vorherrschenden Wetterbedingungen erkunden. Ein guter Reiseführer informiert Sie je nach Jahreszeit über die regionalen Besonderheiten. Durchschnittstemperaturen zwischen 17 und 27 °C lassen ideale Bedingungen für Ihr Vorhaben erwarten.

Bei der Wahl des Reiseziels sollten Sie auch das natürliche Relief der Landschaft in Betracht ziehen: Wer entspannt radeln möchte, findet dazu im Norddeutschen Tiefland perfekte Voraussetzungen. Eine sportliche Herausforderung stellt die Alpenregion dar, die sich durch abwechslungsreiche Berg- und Talfahrtmöglichkeiten auszeichnet. Weitere wichtige Faktoren, die Sie nicht unterschätzen sollten, sind der Zustand der örtlichen Wege und Straßen sowie die Windbedingungen. Auch hierüber geben umfassende Reiseführer Auskunft.

Auto, Zug oder Flugzeug – die Anreise

Wer mit dem Auto anreist, sollte sich rechtzeitig mit einem hochwertigen Fahrradträger ausrüsten. Achten Sie am besten darauf, dass das gewählte System vom TÜV oder ADAC getestet wurde und allen Sicherheitsanforderungen entspricht.

Einfacher ist die Anreise mit der Eisenbahn: In vielen Fällen ist die Mitnahme von Fahrrädern in Fernverkehrszügen möglich. Auf Wunsch bietet die Deutsche Bahn auch einen Kurierdienst, der Fahrräder an den Urlaubsort vorausschickt.

Wenn Sie mit dem Flugzeug unterwegs sind, sollten Sie sich bei Ihrer Fluggesellschaft über die Fahrradmitnahme informieren. Diese ist in den meisten Fällen gegen Aufpreis möglich, erfordert jedoch häufig eine Voranmeldung. Diese sollten Sie nicht versäumen, damit es beim Abflug keine unangenehmen Überraschungen gibt.

Die Streckenplanung

Setzen Sie sich nicht durch zu ehrgeizige Etappenziele unter Stress. Wählen Sie Ihre Übernachtungsorte nicht in zu großen Abständen: Eine Tagesetappe sollte maximal 2/3 der Strecke betragen, die Sie bei einer Einzeltour gut bewältigen können. Denken Sie auch an die Einplanung von Ruhetagen, idealerweise an besonders attraktiven Zielorten. Ungezwungener ist die Übernachtung auf Campingplätzen im eigenen Zelt. Bedenken Sie jedoch, dass die Mitnahme der nötigen Ausrüstung zusätzliches Gepäck bedeutet.

Möglichst leicht und effizient – das Reisegepäck

Ganz klar: Je leichter das Reisegepäck, desto unbeschwerter können Sie Ihren Radurlaub genießen. Verzichten Sie möglichst auf die Mitnahme von Fahrradanhängern, die auf längeren Strecken sehr belastend sind: Alles, was Sie brauchen, sollte in Fahrradtaschen und einem Rucksack Platz finden. In jedem Fall dabeihaben sollten Sie:

* Multifunktionsjacke (passt sich allen Wetterbedingungen an)
* Fahrradhelm
* Sonnenbrille
* Wäsche und Socken zum Wechseln
* Verbandszeug
* Sportlersalbe und Kopfschmerztabletten
* Reisepapiere (Tickets, Buchungsbestätigungen, Ausweis)
* Radwanderkarte
* Handy (mit gespeicherten Notfallrufnummern)
* Fahrradwerkzeug
* Flickzeug (Ersatzschlauch)

Empfehlenswerte Versicherungen

Diebstahl, Vandalismus oder plötzlich auftretende technische Probleme: Viele Situationen können die Urlaubsfreude jäh trüben. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, überprüft vor Reiseantritt seinen Versicherungsschutz. Für Fahrräder gibt es inzwischen einen sinnvollen Rundumschutz, der nicht nur finanziellen Ersatz bei entsprechenden Schäden leistet, sondern durch ein dichtes Netz von Vertragspartnern für effektive Hilfe am Urlaubsort sorgt. Fragen Sie einen unabhängigen Versicherungsmakler nach entsprechenden Policen. Unbedingt empfehlenswert ist eine private Haftpflichtversicherung, die eventuelle Fremdschäden abdeckt. Nachdenken sollten Sie außerdem über eine Unfallversicherung, die Ersatz bei finanziellen Einbußen aufgrund von unfallbedingten Körperschäden leistet.