Klappfahrräder – Test, Informationen und Kaufberatung

Was versteht man unter dem Begriff „Klappfahrrad“?
Ein Klapprad, auch bekannt als „Faltrad“ ist ein Fahrrad mit oftmals kleinen Rädern. Es verfügt zudem über konstruktive Vorrichtungen wie Schnellspanner und/oder Kupplungen sowie Scharniere die es möglich machen, das Rad auf eine Mindestgröße zu zerlegen oder zusammen zu falten. So wird dem Besitzer die Möglichkeit geboten, das Fahrrad in einer Tasche im öffentlichen Verkehr mit Bus und Bahn oder im Kofferraum eines Automobils platzsparend zu transportieren.

Die Geschichte des Klapprades

Das erste Klapprad wurde von dem Briten William Grout erfunden. Im Jahre 1878 ließ er es patentieren. Dieses Modell war ein Hochrad mit Reifen aus Vollgummi, bei dem sich das vordere Rad in vier radiale Segmente zerlegen ließ. In dieser Form fand es zusammen mit dem zusammengefalteten Rahmen Platz im dazugehörigen, dreieckigen Koffer. Im Jahre 1896 erlangte das sogenannte „Faun“ ein Patent. Es handelte sich hierbei um ein Sicherheitsrad, das bereits die Urform des Modernen Rades, den Diamantrahmen aufwies. In der Mitte konnte der Rahmen um die senkrechte Achse gefaltet werden. Noch heute ist dies das gängigste Verfahren für klappbare Räder.

Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts zeigte das Militär in Europa vermehrtes Interesse an Klappfahrrädern und ließ verschiedene Modelle entwickeln und herstellen. BSA stellte im Zweiten Weltkrieg für die Britische Armee ein spezielles Modell her. Hin und wieder verwendeten Fallschirmspringer diese Variante, um sich schneller vom Landeplatz entfernen zu können. Für zivile Fahrer entstand daraus eine spezielle Marke, die heute wieder gebaut wird.

Für wen eignet sich ein Klapprad?

Global kann man die Benutzer von Falträdern wohl nicht in Alters- oder Gesellschaftsgruppen einreihen. Jugendliche neigen eher nicht dazu, sich ein solches Rad zuzulegen, was aber teilweise an dem hohen Preis liegt. Meist beschäftigen sich Faltradfahrer schon einen Großteil ihres Lebens mit dem Thema Fahrrad. Meist handelt es sich um leidenschaftliche Radfahrer, die die hohe Flexibilität dieses Rades zu schätzen wissen und auch unterwegs mit Bahn oder Bus nicht darauf verzichten möchten. Viele Faltradfahrer interessieren sich für spezielle Modelle wie Liegeräder oder Tandems, weshalb die Spezialradmesse in Germersheim Anlaufpunkt für diese Zielgruppe ist. Seltener entscheiden sich auch Radsportler für ein Faltrad. Durch die verschiedenen Einsatzbereiche teilt sich die Radfahrszene dort in zwei Gruppen.
Was darf ein Faltrad kosten und wo bekommt man es günstig?

Die Preise bewegen sich zwischen 111€ bis hin zu 1.200€ und mehr. Hier ist es ratsam, sich vorher einige Informationen zu den breit gefächerten Angeboten einzuholen und zu überlegen, ob man ein neues oder ein gebrauchtes Faltrad bevorzugt. Hier gibt es verschiedene Angebote im Internet, auf speziellen Messen oder im Fachhandel. Für Neueinsteiger empfiehlt es sich, sich umfassend in das Thema Klapprad einzulesen.