Das erste Kinderfahrrad – ein Erlebnis

Das richtige Fahrrad für das eigene Kind ist häufig gar nicht so einfach zu finden. Der Nachwuchs ist voreingenommen, was das Design des Zweirades angeht, und den Eltern steht in der Regel kein unbegrenztes Budget zur Verfügung – vor allem nicht dann, wenn das letzte neue Fahrrad erst vor wenigen Monaten oder Jahren gekauft wurde. Was braucht das Rad? Sind Stützräder, Klingel, Spiegel, Gepäckträger und Korb wirklich nötig, oder tut es auch die Standardausrüstung? Und vor allem: Welches Rad darf auf Fahrradweg und Straße fahren, welches nur auf dem Privatgrundstück?

Die Größe ist eben doch wichtig

Kinderfahrrad Um Sicherheit und Fahrkomfort zu gewährleisten, muss ein Kinderfahrrad die passende Größe haben. Zu große Räder „wachsen“ zwar nach Elternmeinung einige Jahre mit, sind aber ein Sicherheitsrisiko – denn wenn ein Kind keinen ausreichenden Bodenkontakt hat, ist die Verletzungsgefahr groß. Ist das Fahrrad dagegen zu klein, fehlt der Fahrspaß. Es ist unbequem, auf einem zu niedrigen Fahrrad zu sitzen, und unter Umständen kann das auch zu Haltungsschäden und Verletzungen führen. Wenn Kinder auf dem Sattel sitzen, sollten sie bei leicht gekipptem Rad den Boden mit wenigstens einem Fuß sicher erreichen. Ist dies nicht gewährleistet, so ist das Rad zu groß. Zu einem Kinderfahrrad gehört auch ein Helm. Der Schutzhelm ist für Radfahrer noch nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber das Fahren ohne Helm ist dennoch kein Kavaliersdelikt, sondern schlicht Leichtsinn. Ein Sturz auf den Kopf ist lebensbedrohlich (nicht nur für Kinder), und es hat wenig Einfluss auf die Frage ob Helm oder nicht, wie sicher ein Kind auf dem Rad unterwegs ist – Unfälle werden selten von den Radfahrern verursacht, sondern von anderen Verkehrsteilnehmern.

Verkehrssicherheit beim Kinderfahrrad

Die Sicherheit von Fahrrädern ist gesetzlich geregelt. Beleuchtung vorn und hinten am Rad sind ebenso vorgeschrieben wie Reflektoren an Pedalen und beiden Reifen (oder den Speichen hinten und vorn) sowie eine Klingel. Die Klingel muss gut hörbar sein. Alles, was nachträglich gekauft und am Rad angebracht werden muss, ist mit zusätzlichen Kosten verbunden, und gute Kinderfahrräder sind in der Regel bereits verkehrssicher erhältlich. Ein Beratungsgespräch im Fachhandel kann Klarheit schaffen. Diese Regeln gelten übrigens nicht nur im Straßenverkehr, sondern jederzeit, wenn das Kinderfahrrad außerhalb des eigenen Grundstücks genutzt wird – auch auf Gehwegen und in Parks. Schutzbleche vorn und hinten sowie Gepäckträger und Notfalltasche sind keine Vorschrift, können aber durchaus sinnvoll sein. Auch ein Getränkehalter ist für Kinder eine gute Idee.

Eine Frage des Preises

Das ist in der Tat so, denn zusätzliche Ausrüstung kostet extra. Aber es muss keineswegs das teure Markenrad sein. Solange das Kinderfahrrad den Sicherheitsvorschriften entspricht und TÜV bzw. GS getestet ist, steht dem Kauf rational gesehen nichts im Weg.

Allerdings ist zu bedenken, dass Markenräder einen höheren Wiederverkaufswert haben, sowohl über einen Händler als auch in privater Initiative. Da Kinder recht schnell aus ihrem Rad „herauswachsen“, kann die Überlegung hinsichtlich Sinn oder Unsinn eines Markenrads durchaus gerechtfertigt sein, wenn das Rad nicht innerhalb der Familie ohnehin weitergegeben wird.

Fahrradständer für Kinderräder