Rennradlenker: Richtig am Steuer

Das markante aerodynamische Erscheinungsbild erhält das Rennrad durch seinen filigranen Rahmen, den dünnen Reifen und dem Bügellenker. Diese gebogene Lenkerform ist typisch für Rennräder. Gefertigt sind die meisten Bügellenker aus Aluminium. Mittlerweile werden auch Lenkerkonstruktionen aus Carbon angeboten. Der Vorteil der Kohlefaserlenker sind das geringe Gewicht und die höhere Steifigkeit gegenüber Aluminium. Das Gewicht für einen Standardlenker aus Aluminium, ohne Lenkerband, beträgt 350 Gramm. Bei Carbonlenkern sind Modelle unter 200 Gramm erhältlich.

Zwei Versionen von Rennradlenkern werden angeboten: Der so genannte „Gimondilenker“ weist einen schmale Querstange auf, während die Übergänge runder und geschwungener sind. Ein „Merckxlenker“ hat hingegen in seiner Mitte einen breiteren und geraderen Anteil als ein Gimondilenker. Der Übergang zu den Lenkerbögen ist weniger rund. Rennradsportler die eher eine aufrechte Sitzposition bevorzugen und sich oben am Lenker festhalten, sollten einen Lenker Merckxversion auf das Rennrad bauen. Wer sportiv und in der aerodynamischen Unterlenkerhaltung fährt, für den ist ein Gimondi – Lenker die bessere Wahl.

Unabhängig davon, welche Art von Bügellenker gefahren wird, der Rennradlenker bietet unterschiedliche Griffmöglichkeiten. Entsprechend verändert sich dadurch auch die Sitzposition. Nicht nur aus Gründen der Windschnittigkeit ist ein Bügellenker ideal, er sorgt beim Wiegetritt für eine Kraftübertragung auf die Klickpedale.

Wichtig ist die passende Lenkerbreite. Diese sollte, von den Enden des Lenkers gemessen, der eigenen Schulterbreite entsprechen. Ein zu schmaler Bügellenker behindert die Atmung, da der Brustkorb durch eine Fehlhaltung eingeengt wird. Zu breite Rennradlenker wirken ermüdend auf die Armmuskulatur. Der Grund dafür sind die weniger optimalen Zugwinkel. Vor dem Kauf eines Rennrades, oder eines neuen Rennradlenkers, sollten diese Aspekte beachtet werden, um ungehinderten Fahrspaß zu erleben.