Felgen fürs Rennrad

Die Rennradfelge ist, wie auch die normale Felge beim Fahrrad, Teil des Laufrads, auf dem der Reifen montiert wird und die über Speichen und Nabe mit dem Rest des Fahrrads verbunden ist. Jedoch gibt es einige gravierende Unterschiede zwischen Rennradfelgen und Felgen für normale Fahrräder. Bei normalen Fahrrädern steht der Fahrkomfort im Vordergrund, während mit Rennrädern Geschwindigkeiten erreicht werden sollen. Früher bestanden sie häufig aus Stahl. Heutzutage hingegen sind die meistens aus einer Aluminiumlegierung hergestellt, da dadurch das Gewicht um ein Vielfaches reduziert werden kann. Außerdem garantiert eine Aluminiumlegierung eine bessere Bremswirkung. Für hochwertige Fahrradfelgen, besonders bei Rennradfelgen und Felgen für Mountainbikes, finden sehr oft Faserverbundstoffe, vor allem CFK (kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff, auch Carbon oder Kohlefaser genannt), Verwendung. Hierbei sollte jedoch auf eine sehr gute Qualität geachtet werden, da eine Rennradfelge aus Carbon häufig eine schlechte Bremsleistung bei Felgenbremsen zeigt. Auch wenn Spezialbelege benutzt werden zeigen Carbon- Rennradfelgen häufig eine schlechte Bremsleistung. Beim Kauf einer Rennradfelge sollte darauf unbedingt geachtet werden. Wegen der mangelnden Bremsleistung werden Rennradfelgen zunehmend aus Scandiumlegierungen hergestellt.

Bei Fahrradfelgen, und damit auch bei Rennradfelgen, kann man drei Typen unterscheiden. Zum einen gibt es die sogenannten Drahtreifen- Felgen, die eine Verdickung nach innen haben, in der der Mantel des Reifen eingeklemmt wird. Diese finden besonders bei Amateuren und im Freizeitbereich eingesetzt. Zum anderen gibt es Schlauchreifen- Felgen, bei denen der Reifen mit Kitt oder einem speziellen Felgenklebeband auf den Reifen geklebt wird. Dies kann besonders im bergigen Gelände zu Problemen führen, da durch das starke Bremsen die Reifen erhitzen und sie sich dann die Gefahr besteht, dass sich der Kitt löst und es zu schweren Unfällen kommen kann. Zum dritten kann man die immer beliebter werdenden Felgen für schlauchlose Reifen finden, bei denen das Felgenbett mit einer Gummidichtung abgedeckt ist. Die meisten Rennradfahrer bevorzugen eine Rennradfelge für tubeless (schlauchlose) Reifen. Auch im Freizeitbereich sind diese Rennradfelgen sehr häufig zu finden. Im Gegensatz zu normalen Fahrrädern, bei denen Felgen mit 36 Speichen verwendet werden, haben Rennradfelgen weniger. Aus aerodynamischen Gründen werden die Speichen einer Rennradfelge bis auf 12 reduziert.

Die Größe von Felgen wird von der Größe der zu montierenden Reifen bestimmt. Sie kann entweder in Zoll oder in Millimeter angegeben werden. Die Angabe in Zoll bezeichnet den Reifenaußendurchmesser, während die Angabe in Millimeter den Reifeninnendurchmesser bezeichnet. Rennradfelgen sind im Vergleich zu normalen Fahrradfelgen um einiges schmaler. Normale Fahrräder haben Kastenfelgen, die einen hohen Fahrkomfort garantieren. Dies steht jedoch bei Rennrädern nicht im Vordergrund. Als Rennradfelge wird deshalb vorwiegend eine Hochprofilfelge (auch V- Felge genannt) verwendet, da sie besonders steif sind. Der Nachteil ist allerdings, dass sie auch schwer sind. Bei Rennen werden deshalb oft Scheibenräder eingesetzt, bei denen sich die Luftverwirbelung an den Speichen zwar vermindert, die aber im Gegenzug sehr anfällig für Seitenwind sind. Deshalb werden sie in den meisten Fällen nur hinten verwendet.