Fahrradglocke
Millionen von Fahrrädern bewegen sich auf heimischen Straßen und kaum einer
denkt darüber nach, wie er sich
bemerkbar macht, wenn die Situation es erfordert, denn es gibt ja keine
vorgeschriebene Hupe an einem Fahrrad,
allenfalls eine Klingel oder eine Glocke.
Wozu eine Glocke
Ein kurzer Ruf: „Vorsicht“ würde doch vielleicht auch genügen, leider reicht es
nicht, denn in Stresssituationen
würde es einem eventuell die Sprache verschlagen, während der Daumen zur
Fahrradklingel
oder Glocke sich automatisch in
Bewegung setzt.
Reicht eine Fahrradglocke oder Klingel?
Das ist eben die große Frage. Viele Kinderfahrräder sind lediglich mit einer
Kinderklingel ausgestattet. Der Ton dieser Klingeln ist in brenzligen Situationen
viel zu leise, denn auch die
Geschwindigkeit der Fahrräder hat sich verändert. Welches Fahrrad ist heute
nicht mit einer Gangschaltung
ausgestattet.
Wie laut muss eine Fahrradglocke sein?
Untersuchungen von 26 getesteten Glocken brachten ein niederschmetterndes
Ergebnis zu Tage. Die STVZO schreibt an
Fahrrädern, welche sich im öffentlichen Verkehr bewegen eine helltönende
Fahrradglocke nach der internationalen DIN/ ISO
7636 vor. Diese Norm gibt eine Lautstärke von mindestens 75 Dezibel vor, damit
die Glocke auch im Straßenverkehr nicht zu überhören ist. Weiterhin muss die Fahrradglocke auch nach 30.000 mal klingeln
die vorgegebene Lautstärke erfüllen. Die meisten der getesteten Fahrradglocken waren zu leise oder schwächelten schon bei einem Dauereinsatz
mit 0 Dezibel. Bei einigen barg die Bauweise schon eine Verletzungsgefahr.
Fazit: Im Straßenverkehr kann eine genormte Fahrradglocke Unfälle vermeiden, auf beiden
Seiten. Auch an Kinderrädern empfiehlt sich der Anbau einer genormten Klingel oder
Glocke, statt einer Spielzeugklingel.
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