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Kompressionsstrümpfe


Kompressionsstrümpfe für Radsportler

Zugegeben, sie sehen etwas seltsam aus, auch wenn man sie immer öfter zu Gesicht bekommt. „Sie“ das sind sogenannte
Kompressionsstrümpfe, die bis unter das Knie reichen. Bei Radfahrern fallen die Strümpfe besonders auf, kennt man Rennradler doch gewöhnlich nur in kurzen Socken kombiniert zur Radhose. Richtig schön sieht es nicht aus. Was also nutzen die Kompressionsstrümpfe?

Das Wirkprinzip

Die Bezeichnung Kompressionsstrumpf lässt einen spontan zwar zuerst an Krankenhaus oder Altersheim denken, das Wirkprinzip funktioniert aber auch bei Sportlern. Durch den Druck des Kompressionsstrumpfes auf die Wade kann das Blut schneller fließen, Nähr- und Abfallstoffe im Blut werden schneller und besser transportiert, das gilt auch für den Sauerstofftransport. Auch die Venenklappen, die für den Bluttransport zuständig sind, arbeiten besser. Insgesamt wird dadurch die Muskulatur besser mit Sauerstoff versorgt.


Welchen Effekt hat das?

Ein Effekt macht sich damit bemerkbar, dass sich die Beine einfach leichter anfühlen. Gerade beim Radfahren kann es vorkommen, dass sich das Blut in den Beinen staut, die Beine fühlen sich dann schwer und müde an. Die Kompressionsstrümpfe bewirken, dass es erst gar nicht zu einem solchen Blutstau kommt. Eine bessere Versorgung der Muskulatur mit Sauerstoff macht diese leistungsfähiger, man kann also mehr Leistung abrufen, zumindest in der Theorie. Ob die Leistung mit den Strümpfen messbar gesteigert werden kann, darüber sind die Experten sich allerdings noch nicht einig. Unbestreitbar dagegen ist, dass die Regeneration der Muskeln verbessert, weil Laktat schneller abtransportiert wird. Die Regenerationsphase wird dadurch fühlbar verkürzt und die Muskeln sind schneller wieder einsatzbereit.

Sollte man etwas beim Kauf beachten?

Kompressionsstrümpfe werden aus Kunstfasern gefertigt, meist in einer Mischung aus Polyamid und elastischen Fasern. Bei dieser Mischung sorgen die elastischen Fasern für definierten Druck am Bein. Ein hoher Mikrofaseranteil sorgt für optimalen Feuchtigkeitstransport. Durch diese Materialien sind Kompressionsstrümpfe meist dünner als normale Sportsocken, es kann also sein, dass die Radschuhe plötzlich etwas zu groß sind. Richtig wirken können Kompressionsstrümpfe beim Radfahren nur dann, wenn sie auch richtig passen. Optimal ist es, wenn die Beine vor dem Kauf gründlich vermessen werden und erst dann die Entscheidung für ein bestimmtes Strumpfmodell gefällt wird. Es gibt inzwischen eine ganze Anzahl von Herstellern, die Kompressionsstrümpfe im Sortiment haben, deshalb sollte sich der passende Strumpf, der weder einengt noch rutscht, für jedes Bein finden lassen.
Fazit
Ob Kompressionsstrümpfe wirklich dafür sorgen, dass man schneller Rad fahren kann, ist ungeklärt. Andererseits haben die Strümpfe viele positive Aspekte, dass auch ein Hobbysportler von der Wirkung profitieren kann.