Elektrofahrräder - Rückenwind garantiert
Fahrräder mit Hilfsantrieb waren bereits in Vergessenheit geraten, jetzt
erleben Velos mit einem Elektromotor ihre Renaissance. Der Hauptgrund für die
verstärkte Nachfrage von Elektrofahrrädern sind die gestiegenen Energiepreise
für das Auto. Außerdem sind die Schwachpunkte der früheren Velos mit
Hilfsantrieb beseitigt.
Wer sich für den Kauf eines Elektrofahrrades entscheidet muss sich vor allem
in einem Punkt klar sein: Der angebrachte Elektromotor ist als Zusatzantrieb
konzipiert und weniger für den Dauergebrauch gedacht. Ist der Motor außer
Betrieb, muss sich das Fahrrad immer noch wie ein Velo problemlos bewegen
lassen. Aus diesem Grund ist eine Probefahrt unerlässlich. Dabei ist wichtig zu
testen, wie das Lenkverhalten mit und ohne Elektromotor ausfällt.
Das Gewicht des Elektrofahrrades sollte mit Akkus unter 30 Kilogramm liegen.
Zu oft gibt es Situationen in denen das Fahrrad getragen oder gehoben werden
muss, zum Beispiel in den Fahrradkeller, da können 30 Kilogramm Fahrradgewicht
plus Zuladung ein Problem werden.
Ein wichtiges Kaufkriterium ist die Reichweite des Akkus. In der Ebene muss
dieser für mindestens 50 Kilometer Energie liefern. Eine Federgabel ist bei
einem Elektrofahrrad kein Luxus, sondern ein Muss. Die Steuerung und das
Fahrverhalten sind bei eingeschaltetem Zusatzantrieb deutlich besser mit einer
Federgabel. Vor dem Kauf muss ausprobiert werden, wie der zugeschaltete
Elektromotor sich bemerkbar macht. Kommt es dabei zu einem abrupten schwer
kontrollierbaren Schub nach vorne, ist ein derartiges Elektrofahrrad weniger
geeignet.
Der wichtigste Punkt zum Schluss: Rechtlich gibt es drei Arten von
Elektrofahrrädern. Das E-Bike, S-Bike und das Pedelec. Bei ersteren darf die
Motorenleistung bis maximal 500 Watt und die Höchstgeschwindigkeit mit Motor 20
Km/h betragen. Helmpflicht besteht für ein E-Bike nicht, aber es benötigt ein
kleines Nummerschild als Nachweis für die Haftpflichtversicherung und eine
Betriebserlaubnis. Bei einem Pedelec läuft der Motor automatisch, wenn der
Fahrer in die Pedale tritt. Hier ist eine maximale Motorenleistung von 250 Watt
und eine erlaubt. Bei 25 Km/h muss sich der Motor automatisch abschalten. Es
besteht keine Versicherungspflicht, da das Pedelec als Fahrrad gilt.
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